Ein Ökologisches Projekt mit Kunst, Natur und Spiritualität

An ecological project with Art, Nature and Spirituality

Un progetto ecologico con Arte, Natura e Spiritualità

das aus der Notwendigkeit der Zeit als erlebbares Beispiel für eine zukünftige Kultur gedacht ist

Der Buchfink

dem Menschen nah und präsent

Im Frühjahr ist der Buchfink einer der ersten Vögel, die mit ihrem Frühlingsgesang beginnen.
Auf dem Weg nach Naone können wir ihn hören und auch entdecken.

Mit dem zunehmenden Licht und den steigenden Temperaturen im Frühling beginnt auch in Naone der emsige Gesang der Vögel. Neben dem frühen Gesang der Amseln und Drosseln, Meisen und Spechte ist auch der Buchfink wahrzunehmen.

Im Frühjahr ist der Buchfink einer der ersten Vögel, die mit ihrem Frühlingsgesang beginnen. Die Tonfolge verläuft von hoch nach tief und wiederholt sich dann. Er beginnt mit einem hohen Ton und zwitschert sodann abwärts auf 3-4 Tonstufen und beendet seinen Gesang mit einem ziehenden Triller.

Buchfinken sind überall dort zu finden, wo es Bäume gibt, in Gärten, Siedlungen und im Wald. Auf dem Weg nach Naone können wir sie auf dem Waldweg und auf den Ästen der Bäume entdecken. Ihr wissenschaftlicher Name bedeutet übersetzt „Der ledige Fink“. Das kommt daher, dass nur die Weibchen im Winter in den Westen und Süden ziehen. Sie sind kleiner als die Männchen und kommen mit den kalten Temperaturen nicht so gut zurecht. Die ersten Rückzügler kommen bereits im Februar aus ihren Überwinterquartieren. Sie gehören zu den häufigsten Brutvögeln bei uns.

Sie sind aber bei genauer Beobachtung das ganze Jahr präsent. Auffällig ist ihr rotbraunes Federkleid mit einer weißen, markanten Flügelbinde. Auch haben sie einen dicken „Finken-Schnabel“, den sie zum Knacken von Kernen nutzen. Sie wirken eher robust und gedrungen. Im Blick des Buchfinken lebt eine stille Nachdenklichkeit und eine Frage an den Menschen.

Wie die Tonfolge ihres Rufes von oben nach unten absteigt, durchwirken und beleben die Buchfinken weniger den hohen Luftraum und fernen Weiten, sondern leben in den Bäumen und bodennah. Sie sitzen gerne in Feldern oder auf Waldwegen, picken und rufen beim Auffliegen ihren kurzen Ruf „Pink“. Sie sind eher scheu, aber doch um den Menschen präsent.

Die Vorstellung, dass die Tiere etwas Wesenhaftes ausdrücken und uns mit diesem Wesen berühren und zur Eigenaktivität auffordern, kann bei der Betrachtung des Buchfinken in uns gedeihen.

Verena Medinger, 2.4.2026