Ein Ökologisches Projekt mit Kunst, Natur und Spiritualität

An ecological project with Art, Nature and Spirituality

Un progetto ecologico con Arte, Natura e Spiritualità

das aus der Notwendigkeit der Zeit als erlebbares Beispiel für eine zukünftige Kultur gedacht ist

Das „Spirituell-ökologische Projekt“ ist eine mögliche Realisierungsform einer „Sonnenoase“; diese ist also die weitere und umfassendere Idee. Die ideale Vorstellung einer Sonnenoase wurde vom spirituellen Lehrer Heinz Grill erarbeitet und am 3. Juni 2021 in einem Aufsatz veröffentlicht. Diesen originalen Aufsatz finden Sie hier verlinkt.

Ein zentraler Gedanke aus dem Aufsatz soll als Impuls und Mittelpunkt an den Anfang gestellt werden.

Denkt man an eine Oase in der klassischen Wortbedeutung als einen Ort des Wassers, der Vegetation und des Labsals in einer trockenen, lebensfeindlichen Wüste, kann man im übertragenen Sinn von der Waldlichtung „Naone“ von einer Oase der Natur und der Ruhe inmitten einer lauten, hektischen und belasteten Welt sprechen.

Man steigt zu Fuß durch den Wald auf und erreicht eine sonnig beschienene Lichtung – ganz ohne Lärm, ohne Straßenverkehr, ohne Elektrosmog – „ganz Natur“, so scheint es. Die Natur jedoch ist sorgsam und ideenreich gestaltet: bestimmte Gestaltungselemente akzentuieren die naturnah bewirtschaftete Wiese, ein licht und leicht wirkendes Seminargebäude steht für Schulungen und Studienkurse zur Verfügung.

Ein Aufenthalt in dieser Oase entlastet Körper und Nerven und meist erleben die Besucher einen kräftigenden Aufbau.

Ein ökologischer Lebensraum für Pflanzen und Tiere soll hier geschaffen werden. Durch wohldurchdachte und gezielte gestalterische Eingriffe in die ursprüngliche Natur wurden viele Biotope geschaffen und werden gepflegt. Und so können tatsächlich das ganze Jahr hindurch interessante Beobachtungen gemacht werden. Im Sommer sind es beispielsweise die wärmeliebenden und flinken Eidechsen, denen man so gerne zuschaut. Sogar die seltene Smaragdeidechse hat das Areal um den großen Granitstein am Trapezplatz zu ihrem Revier auserkoren.

Unterhalb des Hauses, noch im Waldschatten, wurde Quellwasser in ein Gerinne und über mehrere Steine in ein kleines Becken geleitet und damit ein sehr atmosphärischer Ort geschaffen. „Undinenplatz“ wird dieser Ort genannt, benannt nach den „Undinen“, den Elementargeistern des Wassers. Ein „Lebensraum“ auch für geistige Wesenheiten wurde hier angeleget.

Tatsächlich erleben viele Besucher den Ort „Naone“ als besonders anziehend, zauberhaft oder märchenhaft, jedenfalls mit einer besonderen Atmosphäre begabt. Diese Atmosphäre zeigt sich beispielsweise auch im Spiel oder in der Wärme des Lichts, das sich in seiner Qualität zu beobachten sehr lohnt. Diese Atmosphäre entsteht durch die Arbeit an Gedanken in Beziehung zu ihrem Gründer Heinz Grill und im rhythmischen sozialen Zusammenwirken. Die verwirklichte Ökologie im Projekt resultiert aus dem Substanz- und Ätherkraftaufbau, der durch Übungen und ryhthmisches Zusammenwirken entsteht.

Die „Sonnenoase“ hat ihren Namen also nicht deshalb erhalten, weil man hier die Sonne besonders intensiv und ausdauernd genießen könne, sondern, weil die Tätigkeit der Menschen gleich einer Sonne in die Welt ausstrahlen soll. Ziel der Sonnenoase ist es, durch die gedankliche, empfindende, übende und tätige Arbeit eine aufbauende Kraft für die Mitmenschen, für die Region und im großen Zusammenhang in die Welt zu bringen.

Die bestehenden und wahrnehmbaren Probleme der gegenwärtigen Zeit werden mit einer kulturschaffenden Arbeit beantwortet. Heinz Grill formuliert den Zusammenhang in seinem Aufsatz folgendermaßen:

In den Bildern zwei Gestaltungen von Flammenformen:
links eine „lebende“, aus Zweigen geflochtene Flamme am Waldrand in Naone,
rechts ein Detail eines Türrahmens des durch Anregungen von Heinz Grill gestalteten „Casa della bellezza“ in Tenno.

Die Gestaltung des Grundstücks wurde aus dem Zentrum des Hauses entwickelt. Dieses Haus ist dem Studium, der Asana-Praxis und vor allem der Meditation gewidmet. Die Meditation bildet das Zentrum des Projekts und das Zentrum der Sonnenoase. Seine Ausstrahlung und Wirkung erhält die Oase durch eine lebendige und immer wieder neu verlebendigte Spiritualität.

Der Möglichkeiten, die wir Menschen als ausstrahlende Kraft in die Welt bringen können, sind wir uns in der Regel nicht bewusst. Dieses Potential will durch Entwicklung und Auseinandersetzung immer bewusster, umfassender und individuell hervorgebracht.

Heinz Grill betont den Wert der Unabhängigkeit und Freiheit als Bedingungen für eine weit ausstrahlende Kraft:

Text: Lilly Zahara, 14.02.2026
Alle Zitate: Heinz Grill, „Die Sonnenoase“, Artikel vom 3. Juni 2021, veröffentlicht unter www.heinz-grill.de

Bildnachweise:

  • MIttagssonne über dem Lago di Toblino im Valle dei Laghi, Trentino. (c) Lilly Zahara
  • Portrait Heinz Grill während eines Seminars „Geistiges Schauen“ im Oktober 2025. (c) Gabriele Weindorf, Kurs „Geistige Erkenntnis entwickeln“
  • Eidechsen. (c) Martin Sinzinger
  • Schaftlose Primeln und „Undinenplatz“. (c) Lilly Zahara
  • Landschaftsbilder. (c) Archiv Naone
  • Flammenform im „Casa della Bellezza“, Tenno. (c) Casa della Bellezza
  • Yoga-Stellung „Die Taube“. (c) Ilona Kramhöller, Yoga- und Bewegungsschule

Mitgestaltung am Projekt Sonnenoase

Artikel von Heinz Grill, 14. Februar 2022

Das Ziel der Sonnenoase liegt in der kreativen Ausstrahlung, die sie durch ihre interessierten Teilnehmer und ihre verantwortlichen Mitgestalter auf die Umgebung und nicht nur auf diese, sondern auf weite Ebenen der Welt bewirkt. Weiterlesen…

Das Sonnenprojekt und seine Zukunft

Artikel von Heinz Grill, 5. Dezember 2022

Eine Arbeitsinitiative, ein Projekt oder ein gemeinschaftliches Zusammenwirken für eine Zukunftsidee, die es bisher noch nicht gegeben hat …
Weiterlesen …

Das ökologische Projekt Naone in Lundo wird vorgestellt

Videogespräch mit Heinz Grill und Michael Beilmann, moderiert von Robert Lindermayr, Mai 2022

Heinz Grill: „Eine kulturschaffende Arbeit soll entstehen, die eine ganze Zone berücksichtigt und sogar ein Weltenganzes in sich wahrnimmt.“
Michael Beilmann: „Es geht wirklich darum kulturelle Anliegen nach vorne zu bringen, im Grunde genommen über das eigene Ego hinaus Projekte zu entwickeln.“
Zum Video …

Die Kulturoase

„Die Bezeichnung Kulturoase geht indirekt auf Rudolf Steiner (1861–1925), den Begründer der Anthroposophie, zurück. Als Antwort auf eine Frage während des sogenannten „Landwirtschaftlichen Kurses“, der vom 7. bis 16. Juni 1924 auf Schloss Koberwitz, das etwa fünfzehn Kilometer südlich von Breslau gelegen ist, stattgefunden hat, entwarf er die Vision zukünftiger kulturstiftender „Oasen auf dem Lande“ mit spiritueller Gemeinschafts­bildung.“
Auf AuroraWiki finden Sie einen sehr lesenswerten Beitrag über Bemühungen verschiedener Personen und Initiativen, sog. „Kulturoasen“ zu schaffen. Link zum Artikel auf AuroraWiki