Naone – eine Oase des Friedens
Betrachtungen zu Licht und Landschaft in den Weihnachtstagen 2025

Die Morgenstunden des 26. und 27. Dezember 2025 zeigten auf der Waldlichtung „Naone“ und den umgebenden Bergen eine außerordentliche Schönheit. Das Firmament schien weit und frei über der Erde aufgespannt und beruhigend wirkte der Himmel auf die Region. Die massiven Bergstöcke von Adamello und Brenta, mit dem reinen, winterlichen Neuschnee ohnehin sehr erhaben, zeigten sich wie leicht und filigran, das Licht differenzierte die einzelnen Formen sehr zart. Die Erde war wie zur Ruhe gekommen, nadelfeiner Reif lag auf der Wiese, die Wasserflächen waren mit kristallklaren Eisstrukturen überzogen. Eine ruhige Ordnung der zentrierten Erde und des weiten, freien Himmels zeigte sich. Wie über ein märchenhaftes Bild des Friedens schweifte das Auge über die Lichtung mit dem Casa artistica. Also ob er dies unterstreichen wollte, ließ der Dompfaff seinen fein-flötenden Ruf in der Morgenfrühe ertönen.



Das war am 24. und am 25. Dezember noch nicht so. Feuchter, schwerer Nebel senkte sich drückend über Haus und Hain, kalter klammer Regen, Schneeregen und Schnee wehte den Besuchern entgegen.



Ein Wetterumschwung aufgrund atmosphärischer Bewegungen gehört selbstverständlich immer zu den Naturphänomenen. Doch hier soll der Blick nicht nur auf das äußerlich wahrnehmbare meteorologische Wetter gelenkt werden. Es sind die feineren Stimmungen, die als zauberhaft oder friedlich erlebt werden können, angesprochen.
Unter welchen Einflüssen können solche Stimmungen entstehen?
Arbeit und Opfer in einem spirituellen Entwicklungszusammenhang
beeinflussen die Atmosphäre

Übungen wie Konzentrationsbildung, Seelenübungen und Körperübungen (āsanas), die mit bewusster und klarer gedanklicher Führung und wahrnehmender erlebnisreicher Empfindung ausgeführt werden, zeigen eine beruhigende Wirkung. Mit der einhergehenden Beruhigung der oft aufgepeitschten motorischen Nerven treten auch die persönlichen Emotionen in den Hintergrund und es werden mehr die sensiblen, empfangenden Nerven angesprochen.
Dass diese Wirkungen nicht nur wohltuend, ordnend und entlastend auf den Praktizierenden ausstrahlen, sondern auch auf die Umgebung, wurde von Heinz Grill mehrfach formuliert. Durch die Arbeit wurden Licht und Atmosphäre freier.
Mit der unten stehenden Fotogalerie sollen noch einige Eindrücke aus dem Projekt Naone geteilt werden. Die Freude über die Schönheit der Natur kann mit Fragen, beispielsweise zur Differenzierung der Ätherkräfte begleitet werden. Die gedankenbegleitende, fragende Betrachtung kann einen ersten Ansatzpunkt zur Stärkung der Natur geben.
Ökologisches Projekt Naone: Weihnachstage 2025
Text und Bild: Lilly Zahara, 28.12.2025
Informationen über Veranstaltungen der Freien Hochschule für Spiritualität auf der Website von Yoga und Synthese