„Das Wesentlichste für die Ökologie und die Friedensarbeit“
„Der Mensch kann die Wesen der Natur zu einem freude-seligen Erwachen führen oder gleichgültig darüber hinweg streifen.
Die Ökologie liegt im Menschen.“ (Heinz Grill)
Notizen aus dem Seminar „Geistiges Schauen“ am 4. und 5. Oktober 2025 an der freien Hochschule für Spiritualität in Lundo, durchgeführt im „Casa artistica di Barbara“ in Naone.
Eigentlich beschäftigte sich das Seminar zum „Geistigen Schauen“ nicht spezifisch mit Themen der Ökologie, sondern mit der Entwicklung des sogenannten fünften Energiezentrums. Wie kommt Heinz Grill, der fachliche Referent des Seminars, dennoch zu dieser erstaunlichen Aussage? Wie ist der Zusammenhang und wie ist dies zu verstehen? Was ist „das Wesentlichste“?
Wenn in Naone ein spirituell-ökologischer Ansatz gepflegt wird, so bedeutet dies nicht eine Geringschätzung aller praktischen und konkreten Bemühungen zum Umweltschutz. Ganz im Gegenteil, es liegt ein großes, aber selbstverständliches Augenmerk auf einer sparsamen, die Natur und Umwelt erhaltenden Lebensweise.
Doch nicht nur Vorhandenes erhalten, sondern darüber hinaus fördern und entwickeln, so möchte man ein Ideal beschreiben. Wie ganz allgemein das Leben und die Natur sich aus einer Harmonie und Ausdifferenzierung geistiger Kräfte heraus entfalten, so können wir als Menschen das Potential entwickeln, durch unsere seelischen und geistigen Kräfte stärkende Impulse zu setzen.
Als besonders wertvoll, und darauf bezieht sich die Überschrift, empfiehlt Heinz Grill die „Konzentrationsübung“. Denn die richtige und immer freier entwickelte Konzentrationskraft auf ein Objekt kann dieses wie befreien und zum Erstrahlen bringen, zum „freude-seligen Erwachen“. Mit dieser Übungsweise kann nicht nur ein wesentlicher Aufbau im Leben erreicht werden, sondern auch eine Stärkung der Lebens- und Weisheitskräfte der Natur.
Was an zwei intensiven Studientagen erarbeitet wurde, lässt sich verständlicherweise nicht in einem kurzen Artikel adäquat beschreiben. Ebenso wenig kann der lebendige Begegnungsraum, in dem sich diese Arbeit fruchtbar aufbauen konnte, nacherschaffen werden.
Anhand eines ausdrucksstarken und wunderbaren Aquarells von Birgit Lozina, einem Adler, der während des Seminars im Zentrum der Betrachtung stand, seien an dieser Stelle die ersten Schritte des Übungsaufbaus kurz skizziert.

Aufbau der Konzentrationsübung
- Konkrete Ordnung zwischen sich selbst (Subjekt) und dem Betrachtungsgegenstand (Objekt) herstellen.
Diese Dualität sollte klar im Bewusstsein präsent gemacht werden und bleiben.
Dieser erste Schritt führt zu einer ersten Ruhe, einer Einstimmung der sensiblen Nerven, zum besseren Selbst-Erleben und einer Stärkung des Selbst-Empfindens. - Eine eigene, angemessene Vorstellung zum Objekt erschaffen.
Der Betrachtungsgegenstand soll nicht einfach gedankenlos angeschaut werden, sondern das Bemühen richtet sich dahin, passende Gedanken dazu zu erzeugen.
Hat man sich in den Stand gebracht, das Objekt, in dem Fall das Bild, mit gut gewählten Worten und ohne weiterführende Spekulationen und Evokationen plastisch zu beschreiben? - Nun wendet man sich vom Bild ab und erschafft es in der Vorstellung und in der Rückerinnerung ganz neu.
- Im nächsten Schritt geht es darum, taugliche Bilder aus konkreten, geeigneten Kriterien anzulegen.
Im Seminar wurden für die künstlerische Darstellung des Adlers zwei Hauptaspekte heraus gearbeitet.
Deutlich wurde die prägnante Zentrierung in der Bildmitte und auf den Körper, den Kopfbereich und die Augenpartie des Adlers und demgegenüber die ausschwingende Peripherie der Flügel.
Die gekonnte Darstellung bringt außerdem eine Losgelöstheit von der Erdenschwere, wie sie dem Adler zueigen ist, zum Ausdruck.
Diese Schritte besitzen einen großen Wert an sich, stellen eine solide Basis für den weiteren Weg zur Konzentration und schließlich zur Meditation dar und bringen für den Übenden eine gute Ordnung in den Seelenleib.
Lilly Zahara, 14.10.2025

Im von Heinz Grill verfassten Buch „Übungen für die Seele“ findet sich eine ausführliche Beschreibung zur Ausführung der „Konzentrationsübung“, zusammen mit einleitenden Kapiteln zum grundsätzlichen Verständnis des Begriffs der „Seele“ und des Übungsweges.
Das Buch ist erhältlich im stw-Verlag
An Interessierte versendet Heinz Grill wöchentlichMeditationsbriefe. Der Meditationsinhalt 314 vom 11. Oktober 2025 gibt eine elementare Übung mit ersten Schritten hin zu Konzentrationsentwicklung an die Hand.
Bei Interesse an den Meditationsbriefen senden Sie eine eMail an meditationsinhalte@mail.de

Birgit Lozina schreibt zu Ihrem künstlerischen Ansatz:
„Beim Zeichnen und Malen fasziniert mich, wie Dinge, die man glaubt schon zu kennen, wieder zu neuem Leben erweckt werden.
Die klar wahrnehmende Aktivität beim Zeichnen, mit der man seiner Außenwelt begegnet, wirken wie ein Licht, das das Objekt beleuchtet und eine seelische Empfindung eröffnen kann. Der Mensch und das Objekt/Motiv treten in eine geordnete Beziehung und das Nervensystem wird beruhigt. […]
Ein erster Schritt zu seiner Ausgestaltung und der Entwicklung seelischer Empfindungen liegt in der aufmerksamen Wahrnehmung nach außen zu den Phänomenen der Welt.„
Die Website von Birgit Lozina finden Sie unter diesem Link

Über den Übungsansatz und aktuelle Kurse zum „Geistiges Schauen“ informieren Sie sich auf der eigenen Website www.geistige-erkenntnis-entwickeln.de

Zur weiteren Lektüre sei auch das Buch „Der Archai und der Weg in die Berge“ von Heinz Grill empfohlen.
Hier ein Zitat vom Klappentext, das zum Verständnis des Ansatzes beigefügt sei.
„Je nachdem, was wir der Natur und den Bergen entgegenbringen, so wird ihre Antwort in einer freudigen Wärme und harmonischen Ökologie uns wieder entgegengehen. Es ist tatsächlich ein tiefes Gesetz, dass all dasjenige, was wir an Gedanken, Empfindungen und Werken in die Schöpfung hineinbringen, uns selbst wieder aus der Schöpfung entgegenatmen wird. Der Verlust der Elementargeistigkeit, der sich in bedrohlichem Maße zeigt und im weiteren Sinne das ganze ökologische Gleichgewicht der Erde stört, ist ein Ausdruck für die einseitige und in das extreme sich neigende Haltung des Menschen.“
Das Buch ist erhältlich im stw-Verlag